Aktionstag: Anreize für Fahrradfahrer

Mit dem Tag des Fahrrads am 3. Juni wird alljährlich für das umweltfreundliche und gesunde Fortbewegungsmittel geworben. Zugleich soll mit dem 1998 ins Leben gerufenen Aktionstag auf die zunehmenden Verkehrsprobleme durch motorisierte Fortbewegungsmittel hingewiesen werden, die angesichts des Klimaschutzes relevant sind. Etwa die Hälfte aller Pkw-Fahrten, die im städtischen Bereich zurückgelegt werden, sind kürzer als fünf Kilometer. Nach Schätzungen des Bundesverkehrsministeriums ließen sich pro Jahr 7,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen, wenn 30 Prozent der Pkw-Fahrten in Städten unter einer Länge von sechs Kilometern auf das Fahrrad verlagert würden.

 

Um Kinobesuchern die Entscheidung zu erleichtern, mit dem Rad zu fahren, sind sichere Stellplätze für Zweiräder vor dem Filmtheater unerlässlich. Gut geeignet dafür sind sogenannte Anlehnbügel bzw. Absperrbügel aus Stahl, die in den Boden einbetoniert werden.

Sichere Fahrradstellplätze

Best Practice-Beispiel

Einen sicheren Stellplatz für Fahrräder, der von allen Seiten gut einsehbar ist, bietet das Abaton-Kino in Hamburg. Der geräumige Fahrradstellplatz mit einbetonierten Abstellbügeln ist bereits in den 1990er Jahren im Rahmen der Begrünung des Allende-Platzes eingerichtet worden. Dieser Fahrradparkplatz ist so beliebt, dass er inzwischen um weitere Stellflächen mit Anlehnbügeln erweitert worden ist.

E-Bikes

Im Zuge der wachsenden E-Mobilität erfreuen sich Fahrräder mit einem anzugsstarken Elektromotor großer Beliebtheit. Sehr gefragt sind auch Lastenräder, mit denen sich z. B. Kisten umweltfreundlich transportieren lassen. Seit 2018 fördert das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzrichtlinie Schwerlastfahrräder mit elektrischer Antriebsunterstützung sowie Lastenanhänger mit Elektroantrieb, die ein Mindest-Transportvolumen von einem Kubikmeter und eine Nutzlast von mindestens 150 kg aufweisen. Die Förderung, die noch bis zum 28. Februar 2021 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden kann, ist auf 30 Prozent bzw. maximal eine Summe in Höhe von 2.500 Euro begrenzt. Darüberhinaus fördern zahlreiche Bundesländer und Kommunen den Neuerwerb von Lastenfahrrädern mit Prämien bis zu 3.000 Euro.

Filmpalette ist Pate vom Donk-EE

Best Practice-Beispiel

Die Filmpalette in Köln hat die Patenschaft für ein Lastenrad übernommen. Das Donk-EE, das von einem Ökostrom-Anbieter vermietet wird, hat vor dem Arthouse-Kino einen festen Stellplatz. Die Anmeldung für das Miet-Lastenrad erfolgt online oder über eine kostenlose App, mit der sich das E-Lastenfahrrad für bis zu 30 Minuten reservieren lässt. Das emissionsfreie Elektro-Lastenrad verfügt über eine Gesamtnutzlast von 200 kg und besitzt eine Reichweite bis zu 75 km. „Wir tauschen zweimal wöchentlich den Akku aus, der fest im Lastenrad installiert ist“, berichtet Dirk Steinkühler, Geschäftsführer der Filmpalette Köln. Um das Aufladen des Akkus, der mit Ökostrom gespeist wird, kümmert sich ein Mitarbeiter im Kino.