Cine 5 heizt mit Erdwärme

Best Practice-Beispiel

Das Cine 5 in der Ortsgemeinde Asbach zeigt nicht nur Filme und veranstaltet Diskussionsabende zum Thema Energiewende, sondern setzt auch selbst auf ein nachhaltiges Energiekonzept. Das 2010 eröffnete Kino ist auf dem Gelände des Vorteil-Centers der Firma Limbach angesiedelt, die bereits seit über 20 Jahren in die Nutzung erneuerbarer Energien investiert.

 

Für die Kauf- und Baumärkte ist an allen Standorten ein ausgeklügeltes Energiekonzept entwickelt worden. Dazu gehören sechs Blockheizkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 2400 kW, Hackschnitzelheizungen sowie Photovoltaikanagen auf allen Märkten mit einer installierten Gesamtleistung von 2250 kW. Zur Reduzierung des Energieverbrauchs tragen Isolierverglasungen und Wärmerückgewinnungsanlagen bei. In den Altbauten wird durch Wärmedämmung und dem Einsatz von hocheffizienten Wärmepumpen 50 Prozent der Gesamtenergie eingespart.

 

“Das Cine 5 wird mit Erdwärme beheizt”, erklärt der Geschäftsführer Uli Hüsch. Zu dem Kino-Komplex gehören fünf Säle mit insgesamt 677 Sitzplätzen, die mit einer großen Leinwand und moderner Digitaltechnik ausgestattet sind. Bei der Nutzung von Erdwärme wird die Wärme des Bodens, die in den oberen Bodenschichten gespeichert ist, zum Beheizen oder Klimatisieren von Gebäuden genutzt.

Dies erfolgt beispielsweise mit Hilfe einer Erdsonde, in der sich ein Gemisch aus Salz, Wasser und Frostschutzmittel befindet. Die frostsichere Soleflüssigkeit nimmt die Wärme auf und überträgt sie an das Wärmepumpensystem. Die Sole zirkuliert als Wärmeträgerflüssigkeit in einem geschlossenen Kreislauf. Die Solepumpe transportiert die aus dem Erdreich gewonnene Wärme zur Abgabe an den Kältekreislauf der Wärmepumpe.

 

Der Energiebedarf für den Antrieb der Wärmepumpensysteme beläuft sich auf etwa 20-25 Prozent der Gesamtheizleistung. Im Cine 5 wird das Wärmepumensystem mit Strom aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage gespeist. “Dadurch kann unsere Heizung klimaneutral arbeiten”, sagt Hüsch, „was sowohl Kosten als auch CO2-Emissionen spart.“