Der CO2-Fußabdruck beim Heizen

Trotz staatlicher Fördermittel für energieeffiziente Geräte sind die meisten Heizungen in Deutschland technisch veraltet. Die Art des Heizsystems ist maßgeblich für den jährlichen Energieverbrauch, der auch Einfluss auf den CO2-Fußabdruck hat. Da dabei auch der Ausstoß bei der Förderung und Verarbeitung des jeweiligen Rohstoffs berücksichtigt wird, fällt die CO2-Bilanz beim Heizen stets höher aus als der CO2-Ausstoß.

 

Der Wärmemarkt in Deutschland ist nach wie vor von Gas- und Ölheizungen dominiert, die eine hohe Betriebssicherheit bieten. Die Bestandsanlagen arbeiten jedoch häufig nicht effizient. Mit einer Modernisierung der Heizung lassen sich sowohl die Heizkosten als auch der damit verbundene CO2-Fußabdruck senken. Der Austausch eines Ölkessels durch einen Öl-Brennwertkessel führt zu einer Senkung der Heizkosten und dem damit verbundenen CO2-Ausstoß von bis zu 15 Prozent.

 

Wird ein Gas-Niedertemperaturkessel durch einen neuen Gas-Brennwertkessel ersetzt, lassen sich die Heizkosten sowie die CO2-Emissionen sogar um rund 20 Prozent senken. Noch besser fällt die CO2-Bilanz beim Einsatz eines Pelletkessels aus. Durch die Verbrennung von Holzschnitzels werden die CO2-Emission um 90 Prozent reduziert. Eine umweltfreundliche Alternative ist der Umstieg auf ein Brennstoffzellen-Heizgerät, das neben der effizienten Wärmeerzeugung auch eigenen Strom produziert.

 

Eine weitere Möglichkeit, sowohl die Heizkosten als auch den CO2-Fußabdruck zu senken, bieten Hybridheizungen, die verschiedene Energieträger wie Gas, Öl, Holz oder erneuerbare Energien in einem Heizsystem kombinieren. Zudem kann eine Photovoltaikanlage in das Konzept der Hybridheizung eingebunden werden. Hybridheizgeräte verbinden die Umweltwärme einer nachhaltigen Wärmepumpe mit dem hohen Wirkungsgrad moderner Gas- oder Ölbrennwertkessel. Eine Wärmepumpe nutzt die Energie, die in der Luft, der Erde oder dem Grundwasser gespeichert ist.

 

Bei diesem komplexen technischen Prozess kommt ein Kältemittel zum Einsatz, das bereits bei niedrigen Temperaturen verdampft. Die Temperatur des Kältemittelgases wird durch einen elektrisch angetriebenen Verdichter angehoben, das seine Wärme an das Heizsystem angibt. Je stärker die Temperatur der Umweltenergiequelle angehoben werden muss, um so stärker steigen auch die Kosten für den Betrieb der Wärmepumpe. Die Regelung einer Hybridheizung sorgt dafür, dass die Kosten der verschiedenen Energiequellen ständig miteinander verglichen werden und – je nach Voreinstellung – die ökologischste oder wirtschaftlichste Variante gewählt wird.