Kino:Natürlich startet Umfrage zu nachhaltigen Maßnahmen

Die AG Kino – Gilde e.V. startet im Rahmen des Projekts Kino:Natürlich eine Umfrage zur Umsetzung umwelt- und ressourcenschonender Maßnahmen im Kinobetrieb. Neben Best Practice-Beispielen von Kinos sollen die jeweiligen Rahmenbedingungen wie Alter des Gebäudes, Anzahl der Säle, Art der Projektions-, Server- und Tontechnik sowie die Eigentumsverhältnisse und Nutzung der Liegenschaft aufgeführt werden.

In dem Handlungsfeld Ressourcen und Energie geht es um Einsparungen im Bereich der Strom-, Wärme- und Wasserversorgung, die sich auch bereits durch kleine Investitionen in LED-Beleuchtung, Bewegungsmelder oder Spülstopptoiletten erzielen lassen. Zum Einsatz erneuerbarer Energien wird ermittelt, ob die Kinos Ökostrom beziehen oder diesen mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage produzieren. Im Rahmen der Umfrage wird ermittelt, ob die Kinos Concession-Produkte aus regionaler und/oder ökologischer Herstellung und fairen Vertriebsmodellen anbieten.

Beim Thema Abfall liegt der  Schwerpunkt auf akkurater Mülltrennung und fachgerechter Entsorgung sowie der Nutzung von Mülltrennbehältern. Auch die Verwendung von Recyclingmaterial im Büro sowie im Sanitär- und Concessionbereich soll erfasst werden. Hinzu kommen Angaben zum Einsatz von Mehrweggeschirr, das der Abfallvermeidung dient.

Best Practice-Beispiele werden ebenfalls für den Bereich der Mobilität gesammelt. Dazu zählen Anreize für Personal und Publikum zur Nutzung des ÖPNV, von Fahrrädern sowie der E-Mobilität. In dieses Handlungsfeld fließen auch Dienstreisen mit der Bahn sowie die Kompensation von entstandenen CO2-Emissionen ein.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Umfrage bezieht sich auf das Filmprogramm. Die Kinobereiber*nnen können aufzuzeigen, welche Filme, Spots, Special Screenings und Aktionsreihen sie bereits rund um das Thema Nachhaltigkeit präsentiert haben. Abgerundet wird die Umfrage mit Angaben zu einer bereits vorgenommenen CO2- bzw. Klimabilanzierung im Kino.

„Unser Ziel ist es, ein Nachschlagewerk für Klima- und Umweltschutzmaßahmen anzulegen, welches nicht nur die Aktivitäten der Kinos in dem Bereich auflistet, sondern auch ihre individuellen Umstände wie beispielsweise Region, Unternehmensform und Gebäudesituation“, erklärt Susanne Lösch, Projektkoordinatorin Kino:Natürlich.

Die Bestandserhebung richtet sich in erster Linie an Kinos, die bereit sind, sich unter Angabe ihrer Kontaktdaten auf einer Online-Plattform zu präsentieren und mit anderen Kinobetreiber*nnen auszutauschen. Eine Beteiligung an der Umfrage ist auch anonym möglich und dient in diesem Fall den internen Erhebungszwecken des Verbandes.