Kurzarbeitergeld für Kinomitarbeiter

Nachhaltigkeit im Kinobereich bedeutet auch, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Angesichts der im Zuge der Corona-Pandemie gesetzlich verordneten Kinoschließungen geraten viele Unternehmen unter finanziellen Druck, der ihre Existenz gefährdet. Wenn die Beschäftigten für einen bestimmten Zeitraum nicht im Betrieb arbeiten können, lässt sich der fehlende Verdienst durch Kurzarbeitergeld ausgleichen. Die Agentur für Arbeit erstattet 60% des ausgefallenen Nettoentgeltes. Sofern diese Option nicht im Arbeitsvertrag geregelt ist, müssen dafür Einverständniserklärungen der Beschäftigten eingeholt werden.

 

 

Für die Beantragung von Kurzarbeitergeld müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. So muss ein Arbeitsausfall vorliegen muss, durch den das Unternehmenseine Arbeitnehmer nicht mehr  in vollem Umfang beschäftigen kann, was im Fall der Corona-Krise zutrifft. Eine weitere Voraussetzung ist, dass mindestens eine Person sozialversicherungspflichtig im Betrieb beschäftigt sein muss.
 Kurzarbeitergeld wird nur für Arbeitnehmer gewährt, die nicht gekündigt worden sind. Für  Minijobber, Auszubildende, Rentner sowie Beschäftigte, die Krankengeld beziehen, wird kein Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Kurzarbeit ist auf zwölf Monate begrenzt und kann online oder per Vordruck bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden.

 

Näheren Aufschluss über die rechtlichen Voraussetzungen zum Kurzarbeitergeld geben der Rechtsanwalt Christian Solmecke und die Rechtsanwältin Renate Schmid in einem Videobeitrag.

 

Um den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie zu begegnen, hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Maßnahmenpaket beschlossen. Die Liquidität der Unternehmen soll durch KfW-Kredite sowie diverse steuerliche Entlastungen erhöht werden. Zu den steuerpolitischen Maßnahmen gehören Erleichterungen bei der Gewährung von (zinslosen) Stundungen von Steuern, eine erleichterte Herabsetzung von Steuervorauszahlungen sowie eine Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen.