Marktanreizprogramm: Wärme aus erneuerbaren Energien

Mit dem Marktanreizprogramm (MAP) für erneuerbare Energien unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) Unternehmen beim Umbau der Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien. Für den Einbau energieeffizienter Heizungen auf Basis von erneuerbaren Energien, die sowohl eine kosten- als auch klimaschonende Wärmeversorgung leisten, gewährt das Marktanreizprogramm Wärme aus erneuerbaren Energien Zuschüsse und zinsgünstige Krediten mit Tilgungszuschuss. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten einen KMU-Bonus, durch den sich der Tilgungszuschuss um zehn Prozent erhöht. 
Für Unternehmen, die ineffiziente alte Heizungsanlagen ersetzen, steigt die Förderung mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) um weitere 20 Prozent.

 

Gefördert wird die Installation von Solarthermieanlagen, die für Raumheizung als auch zur Warmwasserbereitung sowie zur solaren Kühlung eingesetzt werden kann. Für den Einbau von Solarthermieanlagen können Unternehmen einen Tilgungszuschuss von mindestens 30 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten erhalten. Solarthermieanlagen bis zu einer Größe von 100 Quadratmetern sowie Wärmepumpen mit einer Wärmeleistung bis zu 100 Kilowatt werden vom BMWi über einen Investitionszuschuss des BAFA unterstützt. Große Anlagen zur Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energien inklusive Wärmeverteilung und Wärmespeicher werden über das KfW-Programm Erneuerbare Energien – Premium
durch Kredite mit Tilgungszuschüssen gefördert.

Finanzielle Unterstützung gibt es auch für die Installation von Erdwärmepumpen und Grundwasserwärmepumpen, die dem Erdreich bzw. dem Wasser im Förderbrunnen mit Hilfe von Sonden Heizenergie entziehen. Gefördert werden Wärmepumpen für die Raumheizung von Nichtwohngebäuden sowie die kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung. Für die Installation von Erdwärmepumpen und Grundwasserwärmepumpen wird ein Kredit mit Tilgungszuschuss des KfW-Programms Erneuerbare Energien – Premium – Tiefengeothermie  gewährt. Dabei beträgt die Förderung pro Einzelanlage mindestens 10.000 Euro und höchstens 50.000 Euro. Darüber hinaus wird die Errichtung einer Erdsonde gefördert. Dabei beträgt die Förderung bis zu einer Bohrtiefe von 400 Metern jeweils vier Euro für jeden Meter vertikaler Tiefe und liegt ab 400 Metern bei sechs Euro pro Meter.