Umweltgerechte Entsorgung von ausgedienten LED-Lampen

Den monatelangen Stillstand während des Shutdowns haben einige Kinobetreiber dazu genutzt, um Renovierungs- und Aufräumarbeiten vorzunehmen. Dazu gehörte unter anderem, die Beleuchtung im Kino und Büro einer Überprüfung zu unterziehen und defekte Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren auszutauschen. Ausgediente Leuchtmittel sowie LED-Lampen mit elektronischen Bauteilen dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden. Das Elektronikgesetz (ElektroG), mit dem in Deutschland die europäischen WEEE– und RoHS-Richtlinien umgesetzt worden sind, schreibt eine Rücknahme und umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten vor.

 

Kompaktleuchtstofflampen (KLL), die als „Energiesparlampen“ bekannt sind, enthalten einen bestimmten Quecksilberanteil, der auf der Verpackung ausgewiesen werden muss. Durch den Einsatz von Quecksilber besitzen die Lampen eine hohe Energieausbeute. Dabei greift das Prinzip der Stoßionisation, bei dem Quecksilberatome von beschleunigten Elektronen getroffen werden. Durch diesen Prozess wird Licht im UV-Bereich abgegeben und durch eine Leuchtstoffschicht in sichtbares Licht umgewandelt. Bei der Behandlung der Altlampen werden mehr als 95 Prozent des enthaltenen Quecksilbers abgeschieden, damit die Lampenmaterialien stofflich verwertet werden können. Durch die Verwertung von 8.000 Tonnen Altlampen werden 7.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart.

 

 

 

Für die umweltgerechte Entsorgung von ausgedienten LED- und Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren bietet Lightcycle ein bundesweites Sammelstellennetz, dem über 9.000 Sammelstellen angehören. Das Corona-Virus hat an einigen Orten allerdings zu Einschränkungen der Öffnungszeiten sowie bei der Annahme von Altlampen geführt. Neben den kommunalen Wertstoffhöfen und Schadstoffmobilen gibt es zudem über 6.000 kooperierende Sammelstellen im teilnehmenden Handel und im E-Handwerk, die online über die  Sammelstellensuche auffindbar sind.

 

Größere Mengen mit mehr als 50 ausgedienten Lampen können an rund 400 Großmengensammelstellen abgegeben werden. Dabei ist es wichtig, die Altlampen sauber, unverpackt und ungebündelt anzuliefern und sie an der Großmengensammelstelle in die entsprechenden Behälter einzusortieren. Gewerbliche Verbraucher, bei denen Abfallmengen an Altlampen von mehr als einer Tonne pro Jahr anfallen, können den kostenlosen Abholservice von Lightcycle in Anspruch nehmen.